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Tierpfleger/-in

Wir suchen ab sofort eine Tierpflegerin/ einen Tierpfleger in Vollzeit mit abgeschlossener Berufsausbildung als Tierpfleger für die Betreuung unserer Katzen und Hunde in der Tierpension.

Sie sollten körperlich topfit sein, da es sich um eine anstrengende Arbeit handelt. Sie müssen verantwortungsbewusst im Umgang mit Mensch und Tier, kommunikativ und gewissenhaft sein.

Absolute Tierliebe wie auch berufliche Erfahrung im Umgang mit Kleintieren (Hund, Katze) sowie der Umgang mit Computer, Internet und E-Mail-Programmen gehören zu den Grundvoraussetzungen.

Schicken Sie uns bitte Ihre aussagekräftige Bewerbung an bewerbung@tierarztpraxis-ehrlich.de

DANKE – Kommentare, Antworten…

Geschrieben von Dr. Mathias Ehrlich am in Tagesgeschäft

Damwild

Damwild

Wie das Leben spielt

Liebe Leser, Tierhalter, Tierfreunde…,

riesig freu ich mich über Anmerkungen, Kommentare, Geschichten und Empfehlungen die sie an dieser Stelle, in persönlichen Mails oder bei facebook veröffentlichen, zeigt es mir doch, dass viele Leser sich meinen Gedanken anschließen können. Aber auch für Kritiken bin ich überaus dankbar – ist man doch als Tierarzt nicht unbedingt gleich Autor und muss seine Formulierungen schon manchmal genauer überdenken. Bei persönlichen Empfindungen liegt aber meiner Ansicht nach der Reiz gerade darin nicht jeden Satz auf die Goldwaage zu legen…

Bei wissenschaftlichen , fachlichen Artikeln muss aber schon alles Hand und Fuss haben, wofür ich auch meine Hand ins Feuer legen werde. um diesem eigenen Anspruch gerecht zu werden, dauert es manchmal auch etwas länger bis man einen Artikel zusammen hat der den eigenen Ansprüchen gerecht wird.

Heute möchte ich nur die letzten vier Tage Revue passieren lassen. Eigentlich habe ich die letzten Tage nur am Donnerstag Nachmittag echten Dienst gehabt – aber ein echtes „Frei“ gibt es für einen Tierarzt eben nicht. So konnte ich mich am Donnerstag Vormittag ungebremst meiner Bürotätigkeit hingeben. Am Nachmittag hatte ich eine richtig schöne Sprechstundenzeit mit vielem was das Tierarztherz begehrt… Wollen Sie wissen wie so ein Tag abläuft? Der kleine Mischlingsrüde von Fam. H. wurde mit Fremdkörperverdacht im Magen zum Röntgen vorgestellt. Sandokan ein, Chi-hua-hua zeigte sein vor zwei Tagen operiertes Bein und Frau K. brachte ihre Katze zum impfen.  Der herzkranke E. aus Radebeul kam, um sich seine Tablettendosierung einstellen zu lassen und der Labrador von Fam. L. hatte eine schwere Luftröhrenentzündung. Katze Lilly hatte eine Gastritis und dafür war Kitty verstopft. Der Rotttweiler von Herrn M. kam mit Durchfalll und die alte Katze von Fam. K. holte sich ihre regelmäßige homöopathische Behandlung im Rahmen der Alersvorsorge. Der 18-jährige Kater von Frau H. hat eine Angina und frißt nicht richtig, der Eurasier von Herrn H. eine Milbeninfektion und der 17–jährige Yorki von Frau D. möchte eigentlich wissen wie lange er noch zu leben hat. So kurz vor 19:00 Uhr kam dann noch eine Katze mit einer chronischen Bindehautentzündung und ein Husky mit akuter Lahmheit – aber der hatte sich zum Glück nur Klebstoff zwischen die Zehen geschmiert…

Freitag: …. ein Tag frei: Denkste! Im Wildgehege müssen zwei Hirsche narkotisiert werden weil sie im fremden Gehege wildern und im neu eingerichteten Streichelgehege die Besucher ärgern und in der Praxis muss der kleine Mischling doch noch wegen eines Darmverschlusses operiert werden

Hej, der Samstag war Familientag, nur über Mittag musste ich kurz in die Praxis , um bei einem schwierigen Patienten zu helfen. Dafür brachte mir der Sonntag bei herrlichstem Herbstwetter drei wunderschöne, aber leider erfolglose Stunden. Am 28.06.2012 ist im Moritzburger Wildgehege ein Luchs geflüchtet. Im Laufe der letzten Woche wurde er wiederholt in einem kleinen Waldgebiet 30 km nordwestlich von Moritzburg gesichtet – und als Vertragstierarzt hätte ich ihn schon ganz gern wieder. Da die behördlichen Genehmigungen im Laufe der letzten Wochen für diesen Fall schon alle eingeholt waren worden begab ich mich auf die Pirsch durch Brombeerhecken, Brennesseln und Schlamm…. vom Luchs aber keine Spur…  So ist das Leben. Gute Nacht!

Herzlichst, Ihr Dr. Mathias Ehrlich.

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Dr. Mathias Ehrlich

Dr. Mathias Ehrlich, geboren 1969 in Dresden. Studium in Berlin bis 1996. Tierarzt in Dresden-Langebrück seit 1996. Promotion 2010 in Leipzig.

Kommentare (5)

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    HAGEDISE

    |

    Ooohhh!!! Schööön!!!!

    Zauberhaft, wie immer, Ihre Bilder…. kann echt gar nix mehr sagen.

    Das berührt wirklich sehr.

    But – why „cropped“? In „Quest for the Lynx“?!?…

    …rätselt – und grüßt herzlichst

    Ihre
    H.

    ***

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    HAGEDISE

    |

    Hallo lieber Herr Dr. Ehrlich! Gerade eben mußte ich richtig herzhaft lachen – Ihre sonntägliche Luchs-Suche erinnerte mich auf regelrecht niedliche Art und Weise an meine eigenen Bemühungen, gelegentlich diese oder jene meiner vermeintlich verschütt gegangenen Miezen wieder aufzustöbern. Ich bin da ziemlich empfindlich, was das Fehlen einer oder mehrerer meiner Katzen angeht – und laufe dann auch stundenlang im Garten umher, um sie irgendwie wieder aufzustöbern. Der Witz daran aber ist, daß die Katzen meistens schon gar nicht mehr im Garten sind, sondern es sich längst irgendwo zwischen Schreibtischen, Computern, Kachelöfen, in Bücher- oder Badhandtuchregalen…. oder aber – dann meist allesamt und ziemlich schnurrquietschvergnügt- unter irgendeiner Bettdecke bequem gemacht haben. Wahrscheinlich war’s mit Ihrem Luchs genauso! Und er hat, während Sie sich da so mutig-unverdrossen-und-entschlossen mittenmang durch’s Dickicht kämpften, lustig-listig blinzelnd von weiter oben Ihnen zugeschaut. Ist er doch als solcher bekannt, der freie felis lynx…. als ruhig ausdauernder Ansitzjäger.

    Naja, immer noch besser, er sitzt da draußen im Walde, als irgendwo hinter dem Kachelofen oder oben auf dem Bücherbord!

    Oder gar auf der Computertastatur….

    Denkt, und grüßt wie immer herzlichst

    Ihre
    H.

    ***

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      Dr. Mathias Ehrlich

      |

      Liebe H., mit Sicherheit hat mir der Luchs zugeschaut und sich wahrscheinlich köstlich über mich amüsiert. Er hat aber jetzt schon mindestens vier Rehe auf dem Gewissen, die er nicht aus Hunger gekillt hat und ganz zu Schweigen von dem Pilzsucher dem er das fürchten lehrte . ich hoffe schon, dass ich ihn wieder in Gewahrsam bekomme, auch zu seinem Schutz…

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    Christine Schoch

    |

    Hallo Herr Dr. Ehrlich!
    Alle Achtung, was Sie alles für die Tiere und ihre Halter tun.
    Bin fasziniert.
    Vielen Dank auch für die liebevolle Behandlung meiner kleinen Gerbils, die zum Glück alle gesund und munter sind.

    Christine Schoch

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      HAGEDISE

      |

      Ja, liebe Frau Schoch, mit „fasziniert“ und „faszinierend“ haben Sie für sich genau die richtigen Worte gefunden. Meinen Glückwunsch. Ich kann mich da nur voll und ganz anschließen. Falls Sie sich jetzt jedoch ein noch umfänglicheres Bild von Wirken und Werken unseres Doctor medicinae veterinariae machen möchten, hm, dann empfehle ich Ihnen so wärmstens wie dringlich die Lektüre seiner Dissertation. Ist zwar nun schon wieder ein kleines Weilchen her, aber – unbestritten lesenswert. Freilich, man sollte schon ein wenig Neigung oder zumindest Interesse für Biochemie und Allgemeine Physiologie mitbringen…. zumal ja nun Merinofleischschafe in ihrer Peripartialphase vielleicht nicht wirklich jedermanns Sache sind. Was ich durchaus verständlich finden würde. Na, wie dem auch sei, schauen Sie mal ‚rein! Zumindest werden Sie einen ordentlichen Eindruck davon erhalten, wie enorm wichtig das fachlich korrekte wissenschaftliche Arbeiten ist; auch davon, wie aufwendig und zeitraubend…. naja, und ob’s auch Spaß gemacht hat, das können wir dann nachher nur den Herrn Doktor mal selber fragen. Uns Lesern jedenfalls hat die Lektüre große Freude gemacht. Und war eine echte Bereicherung. Sie, liebe Frau Schoch, werden mir da nachher sicher voll und ganz zustimmen. Ohnehin ist es ja meine persönliche Auffassung, daß es zu den vornehmsten Standespflichten der Mediziner gehört, sich nicht nur ständig fachlich auf dem Laufenden zu halten und weiterzubilden, sondern vor allem auch eigene Beiträge auf dem Gebiet der Wissenschaft und Forschung zu leisten – mit anderen Worten: auch auf dem Gebiet fachwissenschaftlichen Arbeitens bella figura zu machen. Wenn man das so sagen darf. Ich jedenfalls bin schon sehr gespannt auf den von Herrn Dr. Ehrlich angekündigten Artikel und freue mich, clare et distincte, schon sehr auf die sich sich mit Sicherheit anschließenden Diskurse, Diskussionen, Gespräche und alles weitere auch. Das gilt natürlich auch für alle anderen Beiträge, Kommentare, Antworten… überhaupt. Gerade der letzte Artikel hier oben von Herrn Dr. Ehrlich ist doch wieder ein sehr schöner Text geworden – da werden Sie, liebe Frau Schoch, mir doch ganz gewiß zustimmen, oder?!? Auch von uns hier ein herzliches DANKE an den Herrn Doktor – und bitte: MEHR davon!!! So es Arbeitspensum, Weiterbildung, Forschungsarbeit… FreiZeit… und all die vielen sonstigen Verpflichtungen zulassen, selbstverständlich….
      Damit möchte ich jetzt schließen. Ihnen, liebe Frau Schoch, wünsche ich weiterhin viel Freude an Ihren hoffentlich allzeit putzmunteren und rundum gesunden Gerbilinchen. Sind wirklich süße kleine Racker – mein Maine-Coon-Kater ist auch ganz vernarrt……. Neee, nicht, was Sie jetzt womöglich denken, Frau Schoch, keine Sorge!!! Er liebt sie natürlich nur virtuell, am Computer…. als kleine Youtube-Filmchen oder Bilder auf Facebook…. und darum habe ich es manchmal auch richtig schwer, ihn wieder von meiner Tastatur herunterzubekommen, wenn er es sich da einmal gemütlich gemacht hat….. dabei sind wir ja noch nicht mal auf Facebook angemeldet…. aber er liest ja nicht, er guckt nur Bilder….

      Liebe Grüße in die Runde, und allen zusammen heute einen wunderschönen neuen Tag!

      H.

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